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PARTIZIP Interview mit Michaele Schaffrath

Michaela Schaffrath:

Sie war Gina Wild

„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will.“
(Jean Jacques Rousseau)

Michaela Schaffrath - Sie war Gina Wild

Weißes T-Shirt, Jeans Minirock und Sonnenbrille, so betritt Michaela Schaffrath die Hotellobby. Die von der Sonne noch heller wirkenden Haare hat sie zu einem Pferdeschwanz zusammen gebunden. Kurze, herzliche Begrüßung und schon sind wir mitten im Gespräch. Sie versteht es, Menschen für sich zu gewinnen. Auch ich erliege ihrem Charme und denke erst viel später an das Tonbandgerät, das noch eingeschaltet werden muss.

PARTIZIP: Sie zitieren Rousseau. Bedeutet ihnen der Ausspruch so viel? Hat er auch mit ihren gesellschaftlichen Zwängen zu tun

Michaela Schaffrath: Es ist wirklich meine Lebensphilosophie, die sofort nach dem Lachen kommt (bei mir gibt es selten einen Tag, an dem ich nicht lache).  Ich finde nichts schlimmer, als morgens in den Spiegel zu schaün und sich nicht mehr selbst ins Gesicht sehen zu können.

PARTIZIP: Ich möchte gerne auf ihren zweiten Traumberuf zu sprechen kommen. Sie waren zweieinhalb Jahre Gina Wild, die Pornoqüen. Bereuen Sie diese Zeit im Nachhinein?

Michaela Schaffrath: Nein, überhaupt nicht. Ich habe die Filme sehr gerne gemacht und dazu stehe ich nach wie vor.

PARTIZIP: Konnten sie ihre Drehpartner selbst wählen?

Michaela Schaffrath: Dadurch, dass ich einen Exklusivvertrag hatte, konnte ich die Männer vom zweiten bis zum siebten Teil auswählen. Ich hatte schon  einen gewissen Status, so konnte ich sagen „Nein mit dem nicht“ oder „Den möchte ich unbedingt“. Leider gibt es auf dem deutschen Markt nicht sehr viele attraktive, sympathische Männer. Für mich ist „attraktiv“ nicht nur ein toller Hintern, ein tolles Gesicht. Er muss etwas haben, auf das ich dann auch spitz geworden bin. Da gibt es leider nicht so viele.

 

Michaelas Traumberuf bleibt die Schauspielerei

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